Der kleine, aber feine Biergarten am Viktualienmarkt
Münchens Innenstadt: Bequemlichkeit ist Trumpf
Während zum Beispiel in Berlin der Besuch vieler Sehenswürdigkeiten in kurzer Zeit eine wirkliche Herausforderung darstellt und meist ein, wie auch immer geartetes, Fortbewegungsmittel erfordert, so erfreut die bayerische Landeshauptstadt München ihre zahlreichen Besucher vor allem mit ihrer bequemen Fußläufigkeit. Vom Wahrzeichen der Stadt, der Zwiebelturm-bewehrten Frauenkirche über den Touristen-Anziehungspunkt Marienplatz bis hin zum Marktplatz auf dem Viktualienmarkt braucht man auch bei dichtem Menschengedränge am Wochenende kaum 15 Minuten.
Wer wirklich gut zu Fuß ist, kann auf diesem Weg noch einen lohnenden Abstecher zum "Alten Peter" machen. Besucher, die den steilen Aufstieg zur Aussichtsplattform auf dem "Alten Peter" bezwungen haben, können eine großartige Aussicht über München und das Alpenvorland genießen. Und nicht nur das, auch ein sehr empfehlenswertes nächstes Etappenziel kann schon von oben in Augenschein genommen werden: Der Viktualienmarkt und der kleine, aber wirklich feine, Viktualienmarkt-Biergarten.
Volkstümlich, offen und überraschend: Der Viktualienmarkt-Biergarten
Als der Marienplatz als städtischer Marktplatz am Anfang des 19. Jahrhunderts zu klein wurde, fanden die Marktleute eine neue Heimat auf dem Viktualienmarkt. Für die typische bayerische Gemütlichkeit sorgt seit Jahrzehnten auch auf dem Viktualienmarkt ein Biergarten unter klassischem Kastanien-Bewuchs. Die schon sprichwörtliche Offenheit des Viktualienmarkt-Biergartens äußerst sich in vielen Details und fängt schon bei der Getränke-Belieferung an. Während alle anderen Münchner Biergärten fest mit einer bestimmten Brauerei assoziiert sind, wechseln sich beim Biernachschub für diesen Biergarten zahlreiche Münchner Traditionsbrauereien ab.
Auf Grund seiner exponierten Innenstadtlage trifft sich im Biergarten auf dem Viktualienmarkt ein wirklich gemischtes Publikum: Einheimische Markteinkäufer, Touristen, gestresste Shopper aus der Innenstadt, traurige Gestalten und Münchner Originale sowie Geschäftsleute aus dem benachbarten Glockenbachviertel bilden eine wirklich interessante Biergarten-Atmosphäre, bei der es noch mehr Spaß als sonst macht, die Gespräche an den benachbarten Bierbänken zu "belauschen" oder auch direkt den Banknachbarn in ein spannendes Gespräch zu verwickeln. Selbst die in Bayern viel gescholtenen "Preußen" wurden in diesem weltoffenen Biergarten, der so gut zur offenen "Weltstadt mit Herz" passt, schon gesichtet und durchaus nicht unfreundlich in die Besonderheiten der bayerischen Biergartenkultur eingeweiht...
Natürlich auch auf dem Viktualienmarkt: Traditionelle Biergartenkultur
Obwohl er nicht zu den großen alten Münchner Biergärten gehört, hat auch der Viktualienmarkt-Biergarten mittlerweile einen schön gewachsenen Kastanien-Bestand, der auch im Hochsommer für Schatten und eine angenehme Kühle sorgt. Und natürlich gelten auch in diesem Biergarten die traditionellen Biergarten-Regelungen: Nur die Getränke müssen bei den Biergarten-Betreibern käuflich erworben werden, das Essen darf jeder selbst mitbringen. Erfahrene Biergartenbesucher bringen meist auch gleich eine farbenfrohe Tischdecke mit, um es sich so richtig bequem zu machen. Natürlich herrscht im Viktualienmarkt-Biergarten meist sehr reges Treiben. Wer es ruhiger haben will, sollte tunlichst vor der Mittagszeit eintreffen und am besten das klassische Weißwurst-Frühstück wählen!
Auf einen BlickViktualienmarkt 16
80331 München
Küche: deutsch, bayerisch
Öffnungszeiten: Mo - Sa von 9:00 - 22:00, So und feiertags geschlossen
Öffentlicher Nahverkehr:
S-Bahn: Marienplatz: S1, S2, S3, S4, S6, S7, S8 (ca. 300m - 3 Gehminuten)
U-Bahn: Marienplatz: U3, U6 (ca. 300m - 3 Gehminuten)
Website: Hier klicken
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