Museum Brandhorst

Museum Brandhorst, Münchens junges Museum

Museum Brandhorst MünchenEs ist nicht so, dass die Münchner einhellig begeistert gewesen wären, als das Museum Brandhorst an der Ecke Theresien-/Türkenstraße im Mai 2009 endlich seine Tore öffnete. Es bildeten sich sofort zwei konträre Lager. Die einen fanden die Bestückung zu einseitig und den Bau zu spießig, die anderen waren überaus angetan und verlegten sogar überschwänglich ihre Geburtstagsfeiern in das junge Haus der Bilder am Rand des Museumsareals in der Maxvorstadt, die so gern mit Schwabing verwechselt wird. Das Äußere des auffallenden Kunsthauses ist durchaus ungewöhnlich - das in mehrere Teile ineinandergeschachtelt gegliederte Gebäude scheint auf den ersten Blick aus Tausenden, überwiegend in Rottönen gehaltenen Stäben zu bestehen, die sich bei näherem Hinschauen aber als längliche Keramikteile erweisen. Sie wurden in 23 Farben glasiert und lassen die Flächen des Museums in insgesamt drei unterschiedlichen Farbwirkungen erscheinen.

Im Inneren des Museum Brandhorst

Im Inneren des Museum Brandhorst ist es wegen der dominierenden weißen Wände auffallend hell. Die edlen hölzernen Dielen verleihen den Sälen und Galerien viel Wärme. Auch die alles verbindende Treppe ist aus hellem Eichenholz und unterstreicht die raffinierte Kombination von Böden und Wänden. 345 000 Besucher haben sich im ersten Jahr im Museum Brandhorst eingefunden.
Museum Brandhorst München
Es waren übrigens keineswegs einheimische Architekten, die sich schließlich durchgesetzt haben mit ihrem Entwurf für diese noch freie, aber doch sehr enge Ecke am Rand des ehemaligen Geländes der alten Türkenkaserne, von der mit den Jahren alles verschwunden ist, sogar das pittoreske Tor, das jahrelang einsam an die Bestimmung des Areals erinnert hat. Die Architekten kamen aus Berlin und verblüfften zunächst die Gremien erheblich mit ihrem Konzept eines Kopfbaus über dem langen Grundriss. In weiser Voraussicht wurde in das Museum neben dem unverzichtbaren Buchladen gleich ein Restaurant integriert.

Zu sehen im Museum Brandhorst: Kunst aus dem 20. und 21. Jahrhundert

Das junge Museum zeigt vor allem die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Auch vor seiner Eröffnung hatte es Ärger gegeben. Eine New Yorker Galeristin verklagte wegen zweier Werke von Damien Hirst den Sammler Udo Brandhorst. Und der Münchner Architekt Stephan Braunfels musste laut Gerichtsbeschluss den Auftrag den Berlinern Sauerbruch und Hutton lassen - auf dem Gelände der von ihm konzipierten Pinakothek der Moderne.

Museum Brandhorst MünchenDer öffentlichkeitsscheue Kunstmäzen Udo Brandhorst und seine Frau, die 1999 verstorbene Anette aus der Industriellendynastie Henkel, hatten über 20 Jahre ihre weltberühmte zeitgenössische Kunstsammlung erweitert und schließlich in eine Stiftung überführt. Das besondere Interesse von Anette Brandhorst galt der Verbindung von Kunst und Literatur - folgerichtig bildete die Sammlung jener Buch-Originalausgaben, die Pablo Picasso illustriert hatte, das kostbare Fundament der unglaublichen Ansammlung von Schätzen der größten Meister der jüngsten Jahrzehnte. Zu bestaunen sind unter anderem Werke von Andy Warhol, Cy Twombly, Bruce Nauman und Joseph Beuys.

Das Museum Brandhorst ist von Dienstag bis Sonntag von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet, am Donnerstag bis 20:00 Uhr. Der Eintrittspreis liegt bei € 5,- ermäßigt bzw. € 7,- regulär. Das Sonntags-Highlight des Museums Brandhorst: nur € 1,- Eintritt!

muenchen-insider.netAuf einen Blick
Javascript is required to view this map.

Museum Brandhorst München
Theresienstraße 35a
80333 München

> zur Website

Wie findest du Museum Brandhorst?

Information:
Eigene Bewertung: Keine Ø: 2.5 (2 Bewertungen)
Erlebnis:
Eigene Bewertung: Keine Ø: 3 (1 Bewertung)

Kommentare

Kommentar hinzufügen

  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • Zulässige HTML-Tags: <a> <em> <strong> <cite> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd>
  • Zeilen und Absätze werden automatisch erzeugt.

Weitere Informationen über Formatierungsoptionen