Deutsches Theater

Das Deutsche Theater in München

113 Jahre und kein bisschen leise

Die Gründerzeit im 19. Jahrhundert war der glorreiche Beginn des neobarocken Feenpalastes, den Unternehmer und Architekt Alexander Blum in der Münchener Schwanthalerpassage erbaute. 1896 eingeweiht, erhielt das Schauspielhaus den Namen Deutsches Theater. Und bildete den Gegenpol zum modernen Realismus des Deutschen Theaters in Berlin. Seit seiner Eröffnung wird das Haus zum Münchner Fasching der schönste Ballsaal in ganz Europa. Bis zur Zeit der 1920er Jahre gaben sich namhafte europäische Künstler aus den Bereichen Schauspiel, Komik, Tanz, Unterhaltungsmusik, Akrobatik und Varieté die Ehre.

Zu Zeiten der Revolution tagt hier kurzzeitig der bayerische Volksrat, bevor der Sachse Hans Gruß als Intendant mit opulent ausgestatteten Revuebildern die Münchener Kunstkenner verzaubert. Als Meilenstein sei hier das Auftrittsverbot für Josephine Bakers Bananenrocktanz erwähnt. Doch Gruß’ Neigung, seine Wahl auf Stücke jüdischer Schriftsteller zu konzentrieren, bewirkt, dass er die Leitung des Theaters verliert, die nun von Paul Wolz mit anderen Themeninhalten aber im gleichen Stil bis zur Zerstörung des Hauses durch einen Bombenangriff im Jahr 1943 fortgeführt wird.

Stars im Deutschen Theater München

Das Wirtschaftswunderdeutschland bringt der Münchener Bühne Stars wie Marika Rökk und Johannes Heesters und weitere Größen ins Haus und 1961 scheint mit dem Musical „West Side Story“ die amerikanische Kultur Fuß zu fassen. Legendär ist bis heute die Zeit, in der Klassiker von Shakespeare bis Nestroy die Themen für die Theaterwochen vorgaben und dem Publikum regelmäßig bekannte Gesichter präsentierten. Bis heute kann das Theater auf eine andauernde Erfolgsgeschichte zurückblicken, die ungebrochen scheint. Immer wieder füllen sich die Zuschauerränge bei den verschiedensten Musical – und Opernaufführungen. Copperfield feierte auf dieser Bühne erste europäische Erfolge und auch André Heller begeisterte mit den Weltpremieren diverser Shows.

Derzeit wird das 113 Jahre alte Theatergebäude aufwändig restauriert, damit es im Jahr 2012 planmäßig in neuem Glanz erstrahlen kann. Für Neugierige wird der Fortschritt der Bauarbeiten bildlich dokumentiert und im Fröttmaninger Theaterzelt ausgestellt. Natürlich bedeuten die umfangreichen Arbeiten nicht, dass die Bühnenkünstler eine Pause einlegen. Fröttmaning ist auch für sie das Ausweichquartier, damit in München Kulturschaffende und Gäste zu ihrem Recht kommen.

Deutsches Theater 2010

Der aktuelle Spielplan ist wie immer vielfältig und bietet beispielsweise im Vorfeld der amerikanischen Glowlight Tanzshow „Darwin, der Dinosaurier“ eine passende Ausstellung für Groß und Klein. Mit „Darwin“ wird hier durch zauberhafte Lichteffekte eine Geschichte der Entscheidung und des Erwachsenwerdens von unsichtbaren Tänzern mit leuchtenden Figuren erzählt.

Ein Vier-Tage-Gastspiel als Ausflug in die Welt der Soulmusik verspricht der Entertainer Ron Williams mit Moderation und Gesang eine Show, in der sich weitere Musikgrößen einfinden und eine unvergessliche Show versprechen.

Der Musicalsommer verspricht mit der Komödie „Ganz oder gar nicht“ um eine Gruppe strippender, arbeitsloser Arbeiter einen glanzvollen Spaß für alle Zuschauer, die das Musicalgenre lieben und sich auf die deutsche Premiere freuen dürfen.

Der Kabarettist Hagen Rether kehrt auch in diesem Jahr an die Isar zurück und schießt seine Pointen wie Gewehrkugeln ab, so dass das Publikum die Zynik und Respektlosigkeit gegenüber allem und jedem genießen darf.

muenchen-insider.netAuf einen Blick
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Deutsches Theater München
Werner-Heisenberg-Allee 11
80939 München-Fröttmaning
Telefon: 089 55234-0‎

Spielzeiten: je nach Vorstellung
Kartenpreise: je nach Vorstellung


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