Frauenkirche München

Frauenkirche: Die bekannteste Kirche Münchens

Frauenkirche München Die Münchener Frauenkirche befindet sich nordwestlich des Marienplatzes, im Herzen der Altstadt. Der Dom zu Unserer Lieben Frau gilt als ältestes und berühmtestes Wahrzeichen der bayerischen Metropole. Das Gotteshaus entstand auf Beschluss Herzog Sigismunds, welcher sich für München eine stattliche Bürgerkirche wünschte. Mit dem Bau der dreischiffigen Backstein-Hallenkirche betraut wurde Jörg von Halspach, welcher die Frauenkirche nach einer Rekordzeit von nur zwanzig Jahren 1488 vollendete. Eine Gedenktafel am Südostportal erinnert an den genialen Baumeister, der in der Kirche begraben liegt.

Die charakteristischen und viel diskutierten ‚Hauben‘ der Frauenkirche

Die für die Frauenkirche charakteristischen “welschen Hauben” wurden 1525 ergänzt und entstanden in Anlehnung an den Felsendom in Jerusalem. Die 99 Meter hohen Zwillingstürme variieren in der Höhe lediglich um zwölf Zentimeter und besitzen nicht, wie oftmals behauptet, einen Höhenunterschied von einem Meter. Seit 1821 gilt die Frauenkirche als Domkirche der Bischöfe von München und Freising. Im II. Weltkrieg trug die Frauenkirche schwere Schäden davon. Die bedeutendsten Kunstwerke konnten jedoch vorab sicher verwahrt werden. Unter Kardinal Michael Faulhaber wurde das Bauwerk als Sinnbild christlicher Hoffnung wiedererrichtet.

Die vielen Besonderheiten der Frauenkirche

Frauenkirche München (Blick von Kaufingerstraße)Mit einer Platzkapazität von 20 000 Stehplätzen zählt die 109 Meter lange Frauenkirche zu den größten Hallenkirchen Süddeutschlands. Im Eingangsbereich fällt der “Teufelstritt” ins Auge. Um den schwarzen Fußbadruck mit Fersensporn ranken sich zahlreiche Sagen, in denen der Teufel sowohl als Zerstörer, als auch als Helfer beim Kirchenbau in Erscheinung tritt. Im Inneren befinden sich 21 Kapellen, die durch Pfeiler getrennt sind. Die hell und freundlich ausgemalte Frauenkirche überspannt ein Sterngewölbe. Im Laufe seiner Geschichte war das Gotteshaus zahlreichen Veränderungen unterworfen. Der errichtete Triumphbogen und die verspielte Barockausstattung fielen der Umgestaltung im neugotischen Stil zum Opfer, welche nach der Ernennung der Frauenkirche zur Domkirche vollzogen wurde. 1932 erfolgte eine weitere farbliche Neugestaltung. In den 1980er Jahren wurden die ursprünglichen Raumausmalungen rekonstruiert und die Altarbilder erhielten neue, an den barocken Stil angelehnte Aufbauten.

Interessantes Ziel für Münchner und Touristen

Besucher erwartet in der Münchener Frauenkirche das eindrucksvolle Zeugnis einer 500jähigen Kunstgeschichte. Im Chor beeindrucken Glasgemälde des 14. -16. Jahrhunderts sowie bedeutende Bildhauerarbeiten des Spätmittelalters. Über dem Sakristei-Portal hat das 1620 von Peter Candid geschaffene Hochaltarbild, welches Marias Aufnahme in den Himmel dokumentiert, einen neuen Platz gefunden. Zu den herausragenden Arbeiten des Frühbarocks zählt das Grabmonument für Kaiser Ludwig den Bayer, eine Arbeit von Hans Kumper, entstanden im 17. Jahrhundert. In der Krypta wurden Angehörige des Hauses Wittelsbach und mehrere Bischöfe bestattet. Der Südturm kann von April bis Oktober montags bis samstags von 10 bis 17 Uhr bestiegen werden und bietet einen herrlichen Ausblick auf München und die nahen Alpen.

muenchen-insider.netAuf einen Blick
Javascript is required to view this map.

Frauenkirche
Frauenplatz 1
80331 München

Öffentlicher Nahverkehr:
S-Bahn: Marienplatz: S1, S2, S3, S4, S6, S7, S8 (ca. 290m - 3 Gehminuten)

> zur Website

Kommentare

Kommentar hinzufügen

  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • Zulässige HTML-Tags: <a> <em> <strong> <cite> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd>
  • Zeilen und Absätze werden automatisch erzeugt.

Weitere Informationen über Formatierungsoptionen