Odeonsplatz München
Den Namen Odeonsplatz erhielt der bekannte Münchner Platz durch einen prächtigen Ballsaal, der heute als Sitz des Finanz- und Innenministeriums dient. Ein wenig erinnert die am Odeonsplatz beginnende klassizistische Prachtstraße Ludwigs I. an den Champs Élysées. Sie zeigt jedenfalls die königliche Vergangenheit Münchens ebenso wie die insgesamt recht wechselvolle Geschichte von Herrschern, Geistlichkeit und Münchner Bürgern.
Innerhalb der Straßenschöpfungen gilt die Ludwigstraße als monumentale Verbindungslinie zwischen dem Denkmal König Ludwig I. am Odeonsplatz bis hin nach Schwabing. Entstanden ist sie 1816 aus den Plänen des Bauherrn Leo von Klenze. Der Hofarchitekt Friedrich von Gärtner vervollständigte sie im Jahr 1827 und verband den Odeonsplatz mit dem Siegestor.
Die Feldherrnhalle und die Residenz
Heute eröffnet der Odeonsplatz den weiten Blick in die Prachtstraße und bietet noch im Fußgängerbereich in südlicher Richtung die von Rundbögen verzierte Feldherrnhalle. Auch sie entstand unter der Federführung Gärtners. Als Ehrenhalle der bayrischen Armee erhielt sie 1844 zwei bronzene Denkmäler. Sie zeigen die bayrischen Feldherren Tilly und Wrede und wurden von Ludwig von Schwanthaler gestaltet.
Schon vom Max-Joseph-Platz und der Oper aus ist die Residenz am Odeonsplatz zu sehen. Das Wittelsbacher Schloss zeigt elegante Bauherrenkunst und präsentiert die geschmacklichen Vorlieben der verschiedene Könige und Herzöge. Auch Renaissance- und Barock- sowie Rokoko- und Klassizismus-Elemente sind zu entdecken.
Die Geschichte der Residenz ist lang und begann 1385 mit einer kleinen Burg im gotischen Stil an der Stadtbefestigung. Aus dieser Zeit stammt der heute noch erkennbare Turmstumpf. Der heute im Renaissancestil gehaltene Festsaal der Residenz entstand im Jahr 1568 und war damals als Aquarium gedacht. Die italienische Ausprägung im Renaissancestil ist Leo von Klenze zu verdanken. Heute dient die Residenz festlichen Empfängen und beherbergt ein Museum und eine Schatzkammer. Wer sein Glück vermehren will, reibt den bronzenen Löwen die Nase. Denn dies soll Glück bringen.
Theatinerkirche am Odeonsplatz
Direkt gegenüber der Residenz ist die Theatinerkirche als markantes Bauwerk am Odeonsplatz
zu entdecken. Die gelbe Farbe der im Spätbarock angelegten Kirche vermittelt italienische Impressionen. Die Prinzessin Henriette Adelaide von Savoyen drückte mir der Stiftung dieser Kirche ihre Dankbarkeit über einen Thronnachfolger aus.
Ursprünglich wollte Ludwig I. mit dem Odeonsplatz eine Art Ordnung im einstigen architektonischen Durcheinander schaffen und einen Wissenschaftsstandort kreieren. Heute blickt er noch immer von seinem Standort am Odeonsplatz aus Richtung Siegestor, das heute als Mahnmal für Frieden steht. Es entstand im Jahr1958 und zeigt die Inschrift "Dem Sieg geweiht, vom Krieg zerstört, zum Frieden mahnend". Die naheliegende Ludwig-Maximilians-Universität, der angrenzende Hofgarten sowie die Cafés am Odeonsplatz geben diesem Ort einen ganz besonderen Charme.
Auf einen BlickOdeonsplatz
80539 München
- Kategorien:


Kommentare
Kommentar hinzufügen